Willkommen Neugier in Appen

Es war das vierte Jahr in Folge mit einem Tag der Bundeswehr. Einer der 16 Standorte in Deutschland war diesmal Appen. 9.800 Besucher strömten in die Marseille-Kaserne. Die Soldatinnen und Soldaten der Unteroffizierschule um Kommandeur Oberst Michael Skamel hatten gleich noch ein eigenes Jubiläum in diesen sonnigen und heißen Tag mit eingebunden – nämlich 30 Jahre Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw)

„Bereit für die Zukunft“ ist das Motto. Seit 30 Jahren ist die Ausbildungsstätte für junge Soldatinnen und Soldaten in der Region im Süden Schleswig-Holsteins zu Hause. Was lag also näher, als dieses Jubiläum mit dem Tag der Bundeswehr zu verknüpfen?

Drei Personen vor einem Flugzeug
Generalleutnant Rieks, Innenminister Grote und Oberst Skamel freuen sich über die Verbundenheit von Bevölkerung und Bundeswehr.(Quelle: Bundeswehr/Sarah Wetjen)

Mit dem Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Hans-Joachim Grote, dem stellvertretenden Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ansgar Rieks, hatte Oberst Skamel gleich zwei Prominente Gäste zur Begrüßung an seiner Seite. „Sie, die Soldatinnen und Soldaten aus diesem Standort haben mit einer super Vorbereitung einen tollen informativen Tag für die Menschen in der Region hinbekommen“, so General Rieks, der auch als Beauftragter für Reservistenangelegenheiten eine professionelle und dynamische Objektschutzübung von Reservedienstleistenden besuchte.

Transall immer noch Publikumsmagnet

Besucher auf einer Wiese und im Hintergrund ein Flugzeug auf dem Boden
Teil des Flugprogramms war die Landung und Besichtigung einer Transall. (Quelle: Bundeswehr/Francis Hildemann)

Für die vielen Besucher gab es als erstes Highlight direkt zu Beginn die Landung einer Transall. Wie sieht es im Cockpit aus, wie viele Tonnen Material oder Soldaten können transportiert werden? Die Besatzungen beantworteten bis 17.00 Uhr unzählige Fragen, ehe sie wieder zu ihrem Heimatflugplatz flogen.

Nicht nur der Arbeitgeber Bundeswehr präsentierte sich an diesem Tag mit einer Vielfalt an beruflichen Karrieremöglichkeiten. Messestände mit 14 Ausstellern aus Verbänden der Bundeswehr, aber auch die Polizei informierten über ihre Arbeit. Ein Flugprogramm mit einem Überflug des A400M sowie stündlich verloste Schnupperflüge mit einer Do 28 waren die fliegerischen Highlights. Am Boden ließen sich ein Tornado und der neue leichte Mehrzweckhubschrauber H145M der Spezialkräfte aus nächster Nähe besichtigen.

Schwergewichte des Heeres zu Besuch bei der Luftwaffe

Auch das Heer bot mit 350 Tonnen Stahl und 6.700 PS ein besonderes Erlebnis. Fast die komplette Palette der Rad- und Kettenfahrzeuge, wie das gepanzerte Transportfahrzeug Boxer, der Spähwagen Fennek, der Bergepanzer Büffel, der Minenräumpanzer Keiler, die Panzerhaubitze 2000 oder der Dingo wurden aufgefahren. Eine besondere Attraktion für die Kinder war die Fliegerschule im Kids Camp. In bunten Doppeldeckern, die wie Tretpedalautos funktionierten, konnten sie hier einen vorgegebenen Parcours „durchfliegen“.

Nachdem sich um 17.00 Uhr die Tore wieder schlossen, war ein sichtbar zufriedener Kommandeur erfreut über die enge Verbundenheit zwischen Bevölkerung und Bundeswehr am Standort Appen. „Besonders stolz bin ich auf die Leistung meiner Soldatinnen und Soldaten um das Projektteam, die diesen Tag der Bundeswehr geplant und mit Leben erfüllt haben.“

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