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#TdBw18: Wie kommt der „Bundeswehr(streichel)zoo“ auf den Domplatz?

Soldaten planen eine Veranstaltung
Eine detaillierte Planung ist das A und O. Oberstleutnant Weckbach, Oberfeldwebel Müller und der stellvertretende Projektoffizier, Major Riemer, (von li. nach re.) arbeiten am maßstabsgetreuen Layout des Domplatzes. (Quelle: Bundeswehr/Mandy Fischer)

Leopard, Marder, Fennek, Puma & Co. geben sich am 9. Juni beim Tag der Bundeswehr 2018 auf dem Erfurter Domplatz ein Stelldichein. Das sind geschützte Ketten- und Radfahrzeuge, die dort ausgiebig in Augenschein genommen werden können. Uns interessiert: Wie bereitet man so eine Großveranstaltung vor und wie ist der aktuelle Sachstand am Standort Erfurt? Dazu haben wir uns bei dem Projektoffizier, Oberstleutnant Michael Weckbach, und Oberfeldwebel Antonia Müller, die gewünschten Informationen geholt.

Herr Weckbach, Sie sind – genau wie 2016 – der Projektoffizier des Landeskommandos Thüringen für den Tag der Bundeswehr am Standort Erfurt und haben schon Erfahrung mit einer solchen Großveranstaltung. Wie weit sind Ihre Vorbereitungen gediehen?

Oberstleutnant Weckbach: Um es auf den Punkt zu bringen: Wir liegen gut im Zeitplan. Die Bühne ist bestellt. Es steht mittlerweile fest, welches Großgerät ausgestellt wird und wo dieses herkommt. Das Programm steht bereits in groben Zügen, bedarf jedoch noch eines Feinschliffs. Derzeit planen wir, wie wir all die Fahrzeuge auf den Domplatz bekommen, wo wir sie dort genau platzieren und welche Räume wir den einzelnen Ausstellern zuweisen können.

Nach diesem eher allgemeinen Überblick wenden wir uns doch einmal der Vorbereitung im Detail zu. Frau Müller, in Ihren Händen liegen die Vorbereitungen für den Auf- und Abbau dieser öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung sowie das dazugehörige Platzmanagement auf dem Domplatz. Was kennzeichnet diese Funktion? Worauf achten Sie besonders?

Soldatin vor Computer
Oberfeldwebel Antonia Müller bereitet die erhaltenen Informationen anschaulich auf. (Quelle: Bundeswehr/Mandy Fischer)

Oberfeldwebel Müller: Ich glaube tatsächlich, dass ich einen sehr anspruchsvollen Part im umfangreichen Aufgabenportfolio des Projektteams zu beackern habe. Es kommt in meinem Zuständigkeitsbereich erst einmal darauf an, vielfältigste Informationen zu sammeln um auf die Wünsche und Vorstellungen der einzelnen Aussteller eingehen zu können. Dabei kommen so Fragen hoch wie: Wieviel Platz brauchen Sie? Brauchen Sie einen Stromanschluss und falls ja, mit welcher Stromstärke und mit welcher Absicherung. Ab wann können Sie am Vortag aufbauen und wann werden Sie nach Veranstaltungsende wieder abbauen? Die Sisyphusarbeit, all diese Informationen abzufragen, zweckmäßig zu strukturieren und übersichtlich aufzubereiten, erfordert eine große Portion Geduld, Beharrlichkeit und Stehvermögen. Ich tue dies jedoch nicht alleine; gemeinsam mit Stabsfeldwebel Holger Hieke bilde ich ein „Team im Team“.

Wir stehen hier vor einer Karte mit vielen Kästchen. Was ist das?

Oberfeldwebel Müller: Was Sie hier sehen, ist der Domplatz im Maßstab 1:250. Darauf aufgelegt sind die maßstabsgetreuen Abbilder der einzelnen Exponate. Die Vorgehensweise ist eigentlich genau so, wie wenn man im Vorfeld eines Umzugs versucht, die einzelnen Möbelstücke in einem maßstabsgetreuen Plan so aufzustellen, dass am Ende alles passt. Unabdingbar für den Erfolg sind dabei eine detaillierte Planung, konkrete Absprachen sowie der gute Wille, eine möglichst für alle Beteiligten befriedigende Lösung zu finden.

Danke für diese anschaulichen Einblicke. Was gibt uns das Projektteam noch mit auf den Weg?

Soldat am Schreibtisch
Oberstleutnant Michael Weckbach hält als Projektoffizier die Fäden zur Vorbereitung des Tages der Bundeswehr in Erfurt in der Hand. (Quelle: Bundeswehr/Mandy Fischer)

Oberstleutnant Weckbach: Lassen Sie mich an dieser Stelle der Vorbereitungen schon einmal einen ersten Dank sagen an alle, die an diesem Projekt mitarbeiten, den Soldaten, den zivilen Partnern und vor allem auch den Mitarbeitern der Stadt Erfurt, die als Hausherren und Erfahrungsträger wahrhaft unentbehrlich sind und ohne die diese Veranstaltung so nicht stattfinden könnte.

Abschließend noch mein Appell: Informieren Sie sich am 9. Juni auf den Erfurter Domplatz über Ihre Bundeswehr und kommen Sie mit uns ins Gespräch, getreu dem Motto: „Willkommen Neugier“. Wir freuen uns auf Sie!

Das Gespräch führte Oberstleutnant Hartmut Schwarm.

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