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Spezialkräfte und Großgerät: Tag der Bundeswehr in Pfullendorf

Geiselbefreiung durch das Kommando Spezialkräfte und das Hubschraubergeschwader 64, Freifallsprünge von Soldaten des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen, des Kommando Spezialkräfte Schweiz und der Luftlandekompanie 260, Überflug des A400M – der erste Tag der Bundeswehr in der Staufen-Kaserne in Pfullendorf hatte schon in den ersten beiden Stunden seine Besucher in den Bann gezogen.

Soldaten verpacken ihr Fallschirme
Fallschirmspringer verpacken ihr Fallschirme. (Quelle: Bundeswehr/Michael Frick)

Herzlich Willkommen

Zur Öffnung der Kasernentore hatte Oberst Albrecht Katz-Kupke, Kommandeur des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen, die ersten Gäste höchstpersönlich begrüßte. Der Oberst stellte sich auch den Fragen der Besucher. Bei der offiziellen Eröffnung des Tags der Bundeswehr auf der großen Bühne forderte der Kommandeur vor zahlreichen hochrangigen Ehrengästen und Besuchern alle auf, sich selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Bundeswehr und deren hochgradig motivierten und professionell ausgebildeten Soldaten zu machen. Bürgermeister Thomas Kugler brauchte der Oberst allerdings nicht von der Notwendigkeit der Bundeswehr zu überzeugen. „Wir sind stolz auf diese Garnison“, erklärte das Pfullendorfer Stadtoberhaupt.

Geiselbefreiung live

Unter dem Motto „Willkommen Neugier“ zeigten über 500 Soldaten aus 29 Verbänden ihre Fähigkeiten und stellten sich den Fragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger. Höhepunkt des Tages waren zwei dynamische Vorführungen des in Calw stationierten Kommando Spezialkräfte. Der Spezialkräfteverband des Heeres kann von der Politik jederzeit weltweit eingesetzt werden, um zum Beispiel deutsche Geiseln in einem Krisen- oder Kriegsgebiet zu befreien. Warum an die Soldaten des KSK besondere Herausforderungen gestellt werden und die Ausbildung zum Kommandosoldaten Jahre dauert, konnten die Zuschauer in Pfullendorf live erleben. Aus zwei Hubschrauber vom Typ LUH SOF seilten sich zwei Kommandotrupps ab, um in Windeseile das Gebäude der Geiselnehmer zu stürmen. Unterstützt wurden sie dabei von einem Angriffstrupp am Boden und Scharfschützen des KSK. Wenige Minuten später war die Geisel in Sicherheit und konnte per Hubschrauber ausgeflogen werden.

Ein Pfarrer liest aus einem Buch auf einer Bühne
Der Feldgottesdienst sorgt für ruhigere Töne. (Quelle: Bundeswehr/Michael Frick)

Besinnliches zum Abschluss

Den Festgottesdienst hielt der Bundestagsabgeordnete Pascal Kober. Der ist evangelischer Pfarrer und war vor seinem Bundestagsmandat als Militärgeistlicher in Stetten am kalten Markt tätig. Das Heeresmusikkorps Ulm unter der Leitung von Oberstleutnant Matthias Prock umrahmte den Tag der Bundeswehr musikalisch.

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