Sonderfeldpost aus Hamburg

Am 15. Juni 2019 öffnet die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg am Tag der Bundeswehr ihre Tore. Dabei wird es auch ein Sonderfeldpostamt geben.

Wenn Angehörige der Bundeswehr im Einsatz sind, hat der Kontakt mit der Familie und Freunden einen enormen Stellenwert. Dies gilt für die Soldaten und die Familien gleichermaßen. Zu diesem Zweck gibt es die Feldpost.

In Zeiten von Internet was Besonderes

Ein Soldat wirft zwei Feldpostkarten in den Briefkasten der Feldpost
Ein Briefkasten der Feldpost im Einsatzland. (Quelle: Bundeswehr/Elbern)

In einem zunehmend digitalisierten Alltag ist das Smartphone das unangefochtene Kommunikationsmittel Nummer Eins. Steht die Internetverbindung nutzen Soldatinnen und Soldaten es auch im Einsatzland, um in Kontakt zu bleiben. Vielen ist das allerdings zu unpersönlich. Daher hat der, für manchen vielleicht schon antiquiert wirkenden, handgeschriebenen Brief oder die Grußkarte einen ungebrochen hohen Stellenwert. Für den Versand auch aus den entlegensten Einsatzländern gibt es seit Anfang der 1990er Jahre die Feldpost bei der Bundeswehr. Mittlerweile sind die Feldpostämter fester Bestandteil in den Einsätzen. Das Besondere: Die Briefe, Postkarten und Pakete aus dem Einsatzland nach Hause werden mit zum Teil sehr kreativen Stempeln versehen. Außerdem hat jedes Feldpostamt auch auf dem offiziellen, entwertenden Stempel eine eigene Leitzahl. Diese Stempel sind bei Sammlern zum Teil sehr begehrt.

Sonderfeldpostamt in Hamburg

Wenn zum Tag der Bundeswehr am 15. Juni 2019 die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg ihre Tore öffnet, wird es auf dem Campus ein Sonderfeldpostamt geben. Hier können die Besucher ihre Post mit einem Sonderstempel versehen lassen. Dieses Angebot ist auf den Tag der Bundeswehr beschränkt. Die Bundeswehr präsentiert sich an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr an insgesamt 14 Standorten über ganz Deutschland verteilt. Unter https://tag-der-bundeswehr.de/standorte finden Sie auch einen Standort in Ihrer Nähe.

Die Feldpost

Der Ursprung der deutschen Feldpost reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Bereits 1716 wurde während des Nordischen Krieges das erste preußische Feldpostamt gegründet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Organisation der Feldpost in zahlreichen Kriegseinsätzen aufgrund der gesammelten Erfahrungen ausgebaut und den Erfordernissen angepasst.

Die erste Bewährungsprobe bei der Bundeswehr bestand die Feldpost 1992 bei einem humanitären Einsatz in Kambodscha. Dort war eine Sanitätseinheit zur medizinischen Versorgung der VN-Soldaten und teilweise der Zivilbevölkerung im Einsatz. Mit den sich anschließenden Einsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan gewann sie immer mehr an Bedeutung.

Die Deutsche Post und die Feldpostorganisation der Bundeswehr arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, Feldpostsendungen von der Heimat ins Einsatzland zu befördern. Die Post stellt Bankdienstleistungen der Deutschen Post AG bereit, nimmt die Sendungen entgegen und befördert sie bis ins Einsatzland. Außerdem stellt sie Personal und postspezifisches Material zur Verfügung.

 

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