Der Oberbürgermeister von Stralsund, Alexander Badrow, legt sich als Ehrengast einer Seenotrettungsübung richtig ins Zeug. Gleich drei Szenarien der werden mit dem 43-Jährigen den Besuchern anschaulich vor Augen geführt.

Rettungsboot sammelt Schiffbrüchige ein
Seenotrettung mit den Marinefliegern und der Küstenwache. (Quelle: Bundeswehr/Matthias Letzin)

Nach einem Sprung von der Reling der „Gorch Fock I“ ins kühle Nass, fischt ihn die Besatzung  des „Boomranger Motorbootes“  aus dem Wasser. Für die zweite Rettungsaktion ist ein Boot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS ) zuständig. Das Stadtoberhaupt wird durch das Rettungsluk geborgen. Fast filmreif ist dann die dritte Variante: Mittels einer Rettungsschlinge wird Badrow von einem  Rettungshubschrauber Sea King aufgewinscht.

Blick auf die Szenerie am Tag der Bundeswehr in Stralsund
Imposanter Anblick in Stralsund. (Quelle: Bundeswehr/Jonas Weber)

Außenlandeplatz auf Borkum

Die Deutsche Marine ist im Besitz von 21 Hubschraubern des Typs Westland Sea King MK 41. Dieser wird eingesetzt für Such- und Rettungsaktionen über der Nord- und Ostsee sowie in Schleswig -Holstein. Um das gesamte Einsatzgebiet optimal abzudecken, werden neben dem Heimatstandort Nordholz zwei weitere Außenstellen in Warnemünde und Helgoland sowie ein Außenlandeplatz auf der Insel Borkum unterhalten.

Eine große Besatzung

Für Notfall-Einsätze besteht die Crew aus zwei Piloten, Luftfahrzeugoperationsoffizier uns Bordmechaniker beziehungsweise Luftretter. Maximal können 19 Passagiere befördert werden. Krankentransporte, das Retten von Verletzten von Schiffen und in Seenot  geratener Besatzungen gehören ebenso zu den Einsätzen wie die Versorgung von Menschen in abgeschnittenen Gebieten bei Flut- oder Schneekatastrophen.