Eurofighter-Pilotin Baumann mit Mikrofon in der Hand auf der Bühne
Prominenter Gast (Quelle: Bundeswehr/Harry Funk)

Sie ist möglicherweise die erste deutsche Astronautin, die ins All fliegen wird. Kein Wunder also, dass Major Nicola Baumann bei ihrem Besuch in Hürth ein begehrtes Fotomotive war. Die Eurofighter-Pilotin stand Moderatorin Simone Standl vom WDR auf der Bühne Rede und Antwort – und hunderte Besucher hörten interessiert zu, was sie über ihre Erlebnisse der vergangenen Wochen zu berichten hatte.

Nein, „Stolz“ sei nicht das richtige Wort, als ihre Auswahl bekanntgegeben worden sei, meinte Baumann. Sie und die Meteorologin Insa Thiele-Eich hätten doch nicht gleich „morgen einen Flug ins All gewonnen. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns. Aber wenn ich eines Tages vor dem Start den Raumanzug anziehe, dann werde ich mich sicherlich sehr freuen.“ Die beiden Frauen hatten sich im vergangenen Jahr gegen mehr als 400 Kandidatinnen durchgesetzt.

Baumann eroberte schnell die Herzen der Zuschauer. Auf die Frage, ob es nicht etwas Besonderes sei, die erste deutsche Frau im Weltall zu werden, antwortete sie: „Ich wäre lieber die Zweihundertste. Im All ist doch noch viel mehr Platz für deutsche Frauen.“ Im August stehe mit einem Parabelflug in einem Jet, der kurze Zeit Schwerelosigkeit erzeugt, der erste große Ausbildungsabschnitt an, erklärt Baumann. „Ich habe auch angefangen Russisch zu lernen. Vielleicht kann ich das ja bei einem Kurs hier im Bundessprachenamt in Hürth demnächst vertiefen.“