Gestern noch habe ich mobile Kommunikationssysteme untersucht, heute bin ich Projektleiter für die Organisation des Tages der Bundeswehr in Greding. Mein Name ist Carsten Hatzig, ich bin technischer Oberregierungsrat – und über mangelnde Vielfalt an Tätigkeiten kann ich an der Wehrtechnischen Dienststelle 81 (WTD 81) wirklich nicht klagen!

Soldat und Zivilangestellter stehen neben Wegweiser
Die Vorbereitung für den Tag der Bundeswehr in der WTD 81 in Greding ist im vollen Gange. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Kelm)

Zugegeben: gegen etwas weniger Stress hätte ich nichts einzuwenden gehabt, aber solch eine Veranstaltung haben wir in Greding auch nicht alle Tage. Es ist spannend, ein Teil davon sein zu können. Wirklich nur ein Teil, denn was gäbe es zu koordinieren, wenn nicht auch viele eifrige Kolleginnen und Kollegen im Team ihren Teil beitragen würden!
Mit jeder neuen Herausforderung gibt es auch jede Menge zu lernen: Wie schafft man es, gleichzeitig an zwei Stellen zu sein oder drei Dinge zu tun? Man glaubt es kaum – aber es funktioniert!

Zwei Männer halten ein Musterplakat vom Tag der Bundeswehr
Alle Großplakate werden witterungsfest einlaminiert. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Kelm)

Heute ist so ein typischer Tag

Zunächst einmal lasse ich mir zeigen, wie wir unsere Großplakate mit dem neuen Laminiergerät witterungsfest einschweißen können. Mit ihnen soll jedes Exponat und jeder Stand am Tag der Bundeswehr erklärt werden. Zurück im Büro präsentiert mir mein Kollege die fertigen Lagepläne, in denen alle Aussteller mit ihren Standorten dargestellt sind.

Ich zähle mal durch

58 Stände von Heer, Streitkräftebasis, Wehrtechnik und Wissenschaft. Auch Cyber ist dabei, dazu noch 14 Stände der WTD 81. Von den vielen Angeboten für die Kinder und den 16 Foodtrucks, der Feldküche und der Feldbäckerei ganz zu schweigen!

Mann am Computer
Carsten Hatzig ist Projektleiter für die Organisation des Tages der Bundeswehr in Greding. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Kelm)

Das Telefon klingelt – schon wieder. Obwohl ich den Klingelton gestern leiser gestellt habe, bewundere ich meine Kollegin gegenüber dafür, dass sie nicht schon völlig entnervt ist. Sie hilft auch bei den Vorbereitungen und entgeht dem permanenten Klingeln ihres eigenen Telefons nur dadurch, dass sie selbst ständig telefoniert, um die Organisation der Veranstaltung voranzutreiben.

Ich bin unterdessen schon wieder auf dem Weg zum Lager:  Wir haben eine neue Lieferung für den Tag der Bundeswehr erhalten. Das muss ich mir ansehen.
Auch mobil bin ich jederzeit erreichbar. Der Chef möchte jetzt gern über den aktuellen Stand informiert werden. Verständlich, denn seit Wochenanfang hat sich eine ganze Menge entwickelt. Also dann – schnell zum Rapport.
Ich finde es beeindruckend, welches Vertrauen er in mich und die vielen anderen Beteiligten hat. Hoffentlich klappt alles, und die Veranstaltung wird ein riesiger Erfolg. Mögen sie doch bald kommen, die zehntausend Besucherinnen und Besucher –  es dürfen auch gern ein paar mehr sein!

Mann befestigt Plan an Wand
Auf den Lageplänen werden alle Aussteller mit ihren Standorten dargestellt. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Kelm)

Und warum das alles?

Im Lager steht schon der „Einsatzwegweiser“ für den Tag der Bundeswehr. Er wird den Besucherinnen und Besuchern alle Einsätze zeigen, in denen unsere Soldatinnen und Soldaten weltweit ihren Beitrag zur Friedenssicherung leisten. Es sind ziemlich viele Gegenden, in denen das zurzeit erforderlich ist.

Der Tag der Bundeswehr ehrt für mich das, was meine Kameradinnen und Kameraden im Einsatz leisten. Er zeigt, welche Ausrüstung ihnen dafür zur Verfügung steht. Aber das ist natürlich nicht alles! Ich bin schon auf die Gespräche gespannt, die die Bürgerinnen und Bürger mit uns führen möchten. Sie können dazu beitragen, die Bundeswehr besser zu verstehen.

Dieses Projekt setze ich gern mit meinem Team um – und ich freue mich auf jeden Gast, den wir am 10. Juni auf dem Gelände der WTD 81 begrüßen dürfen!