Patenschaften von Einheiten und Verbänden in der Rommel-Kaserne mit Städten und Gemeinden in der Region haben Tradition. Sie fördern das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die Bundeswehr als Instrument einer wehrhaften Demokratie zur Friedenssicherung.

Soldaten und Grübel stehen nebeneinander und halten symbolisch ein Fahnenband
August 2016: Staatssekretär Markus Grübel, Oberstarzt Dr. Thorsten Schütz, Landrat Heinz Seiffert und Generalstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner (von links) bei der Patenschaftsfeier in der Rommel-Kaserne. (Quelle: Bundeswehr/Joachim Lenk)

Sie vertiefen die Integration der Soldatinnen und Soldaten in ihr Umfeld und tragen zum Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die Belastungen aus dem Truppenalltag und den Auslandseinsätzen bei.

Gemeinden sind Teil des Programms

Außerdem ergänzen Patenschaften die Freizeitmaßnahmen der Bürger in Uniform. Biwaks, Familientage, Konzerte, sportliche Veranstaltungen und Feste runden die gemeinsamen Veranstaltungen ab. Dazu zählt auch der Tag der Bundeswehr in Dornstadt bei Ulm. Daran beteiligt sich unter anderem der Alb-Donau-Kreis mit einem Infostand. Das Landratsamt informiert über Ausbildungsberufe und den Katastrophenschutz. Die Stadt Burgau schickt die Faschingsgesellschaft Knoronia vorbei, die fetzige Showtänze präsentiert.

Rund eineinhalb Jahre, nachdem das Sanitätsregiment 3 in der Rommel-Kaserne in Dornstadt  aufgestellt wurde, ging der Verband eine Patenschaft mit dem Alb-Donau-Kreis ein. Seither trägt das Sanitätsregiment 3 den Zusatz „Alb-Donau“.

Die beiden Männer, die diese Beziehung angestoßen hatten, waren der damalige Kommandeur des Sanitätsregimentes 3, Oberstarzt Dr. Thorsten Schütz, und der seinerzeit amtierende Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heinz Seiffert. „Als äußeres Zeichen des Miteinanders trägt der Verband nun den Namen  ,Sanitätsregiment 3 Alb-Donau’. Wir sind stolz darauf“, sagte der Landrat. Das schwarz-gelbe Fahnenband mit dem Landkreiswappen an der Truppenfahne symbolisiere diese Verbundenheit.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Markus Grübel, hat die Schirmherrschaft über die Patenschaft übernommen. Er bezeichnete die Verbindung zwischen Kreis und Regiment „als einen wesentlichen Bestandteil der regionalen Einbindung unserer Streitkräfte“. Die Bundeswehr erhalte auf diese Weise ein Gesicht vor Ort, gegenseitiges Vertrauen werde gefestigt und eine gute Nachbarschaft gepflegt. „Eine gelebte Patenschaft ist ein besonderes Zeichen gegenseitiger Wertschätzung“, so Grübel.

Männer unterzeichnen Urkunden
Kompaniechef Major Christoph Feuerstein (links) und Bürgermeister Konrad Barm unterzeichnen in der Burgauer Stadthalle die Patenschaftsurkunden. (Quelle: Christian Kirstges/Günzburger Zeitung)

Patenschaften überall

Ganz frisch ist die Patenschaft der 6. Kompanie des Sanitätsregimentes 3 „Alb-Donau“, die Mitte Mai 2017 mit der Stadt Burgau ins Leben gerufen wurde. Die bayerische Kommune setzt damit eine lange Tradition fort. Sie hatte bereits seit Mitte der 1980er-Jahre immer wieder Patenschaften mit inzwischen aufgelösten Einheiten aus der Rommel-Kaserne. „Aus den Patenschaften sind längst Freundschaften geworden“, sagte Bürgermeister Konrad Barm, der zusammen mit Kompaniechef Major Christoph Feuerstein die Urkunden unterzeichnete.

Diese Patenschaft soll nicht die einzige bleiben. Schon seit längerer Zeit plant die Gemeinde Kammeltal, aus dem Landkreis Günzburg, eine solche Verbindung mit der 4. Kompanie des Dornstadter Regimentes. Die „Erste“ liebäugelt mit der Garnisonsgemeinde Dornstadt, die „Zweite“ mit Beimerstetten und die „Siebte“ mit Langenau (alle Alb-Donau-Kreis). Bei der „Achten“ hat  Zusmarshausen, Landkreis Augsburg, angefragt.

Das ebenfalls in der Kaserne beheimatete Kraftfahrausbildungszentrum hat seit 1997 eine Patenschaft mit der Gemeinde Blaustein-Herrlingen, beheimatet im Alb-Donau-Kreis. Dort fand der Namensgeber der Kaserne seine letzte Ruhestätte.