Das Wetter meinte es wieder gut mit den Besuchern. Auch wenn in der Nacht zuvor in Weiden ein Sturm einige Zelte wieder einriss, leuchtete der Himmel an den 16 Standorten tiefblau. Am 10. Juni 2017 fand bereits zum dritten Mal der „Tag der Bundeswehr“ statt. Unter dem Motto „Willkommen Neugier“ lockte er insgesamt mehr als 270.000 Besucher an.

Viele Zivilisten und Soldaten in Bewegung zwischen Exponaten und Zelten
Zahlreiche Besucher strömen in die Kaserne in Augustdorf. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke)

Spitzenreiter war der Standort Penzing mit über 51.000 Menschen, die sich vor allem für das vielfältige Flugprogramm mit Eurofightern, Tornados, CH-53 und einer Luftbetankung begeisterten. Dabei war die Konkurrenz allein in Bayern groß. In Greding, Weiden und Füssen öffneten sich die Tore ebenfalls mit überwältigendem Erfolg für fast 30.000 Besucher.

Im benachbarten Baden-Württemberg sorgten in Dornstadt hohe Wartezeiten auf eine Rundfahrt mit einem der vier GTK Boxer dafür, dass kurzerhand vier weitere Fahrzeuge des Typs zum Einsatz kamen.

In Rüsselsheim war der Andrang wohl auch wegen des gleichzeitig stattfindenden Hessentags sehr groß. Über 45.000 Menschen tummelten sich auf den rund 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Großen Zulauf erfuhr dabei das Sonderfeldpostamt, das 363 Postkarten, 41 Einschreiben und 129 Briefe entgegennahm. Besonders freute sich die siebenjährige Angelina, die ihrer Oma Geburtstagsgrüße schickte.

Besuchermassen beim Tag der Bundeswehr
Impression vom Tag der Bundeswehr 2017 in Wilhelmshaven. (Quelle: Bundeswehr/Steve Back)

Der Standort Hürth lockte seine über 15.000 Gäste mit Sprachschnupperkursen und einer internationalen Meile, auf der Lehrgangsteilnehmer ihre Heimatländer vorstellten. Ein internationaler Überraschungsgast war auch der Kampfhubschrauber Apache der US Army aus Ansbach.

An 142 Stationen bot Aachen viel Gesprächsstoff und Möglichkeiten zum Mitmachen. Das Highlight bei den jüngeren Gästen war der Fitness Parcours: „Die Station ist super. Hier dürfen wir uns dreckig machen – zu Hause gibt das immer Ärger“, beschrieb ein kleiner Besucher.

Viele Besucher vor einem US-Kampfhubschrauber
Großer Andrang beim Tag der Bundeswehr 2017 in Hürth. (Quelle: Bundeswehr/Guido Andreas Mauel)

Mit 26.400 Besuchern war der Ansturm in Augustdorf ebenfalls enorm. Die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen hielt von hier aus ein Grußwort, das live in die beteiligten Standorte übertragen wurde. Sie dankte den Besuchern für ihr Kommen als Zeichen der Wertschätzung für tausende Soldatinnen und Soldaten und forderte dazu auf, den Tag gemeinsam zu genießen. Sehr gut besucht war der Karrieretruck. Absoluter Besuchermagnet war aber die Bundeswehr-Safari, für die im Zwei-Minutentakt über 100 Busse unterwegs waren und die den Blick auf Leoparden, Biber, Fenneks, Keiler und Mardern in ihrer „freien Wildbahn“ ermöglichte.

Menschenschlange an einer Transall
Schon kurz nach der Öffnung kommt es in Penzing zu Warteschlangen. (Quelle: Bundeswehr/Richard Strauß)

Im brandenburgischen Storkow vereinten sich Tag der Bundeswehr und Stadtfest und lockten 14.200 Besucher. Über 1.000 von ihnen nutzten die Chance auf eine Tour mit der Barkasse „Marine 1“.

Stralsund und Wilhelmshaven ermöglichten den Besuch auf Schiffen der Marine. Absolutes Highlight war dabei das U-Boot U36, das extra von Eckernförde nach Wilhelmshaven gefahren war. In Plön konnten die Gäste auf Marinekuttern den Großen Plöner See befahren.

Die Besucher in Diepholz standen beim 1:1-Modell eines Phantomflugzeugs Schlange, um einmal Probe zu sitzen. Hier begeisterten auch die spannenden Vorführungen der Objektschutz- und der Brandschutzkräfte.

Aufsicht auf das Gelände
Der Parkplatz am Neuen Rathaus in Weiden aus der Vogelperspektive. (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)

Während in Weißenfels das Rettungszentrum die meisten Besucher anlockte und die Sanitäter ihre Gäste mit Sonnencreme versorgten, freuten sich in Faßberg die Gäste vor allem an der Flugvorführung von Eurofighter, NH-90, Tornado und Tiger, der wiederum vor allem mit seinen Loopings die 30.000 Zuschauer in Staunen versetzte.

Viele Besucher waren den ganzen Tag auf den Ausstellungsflächen unterwegs und in Weiden spielte die Band „The Funky Blues Rabbits“ sogar bis 22.00 Uhr auf und entließ die letzten Nachtschwärmer in eine diesmal sturmfreie Nacht.