Soldaten bei Vorführung
Vorführung der Division Schnelle Kräfte. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke)

In Rüsselsheim spielt der Tag der Bundeswehr eine Sonderrolle. Hier präsentieren sich die Streitkräfte nicht nur an einem einzigen Tag, sondern – als Bestandteil des Hessentags – zehn Tage lang der Öffentlichkeit. Zum Stand der Vorbereitungen gibt Oberstleutnant Wolf-Teja von Rabenau, Pressesprecher und Projektoffizier, einen Einblick.

Warum werden die beiden Events kombiniert?

Um nicht zwei Veranstaltungen in Hessen am selben Tag mit einem „Platz der Bundeswehr“ zu gestalten, hat der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, entschieden, dass es nur eine Großveranstaltung in Hessen geben wird. Das spart zudem Kosten und Aufwand.

Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Soldaten sprechen mit Besuchern
Mobile Rettungsstation (Quelle: Bundeswehr)

Wir können keine Schiffe oder Flugzeuge „zum Anfassen“ in die Mainauen bringen, aber es gibt trotzdem viel zu erleben. Die Such- und Schutzhunde der Feldjägertruppe präsentieren in einer Vorführung, was sie zu leisten im Stande sind. Die Sanitäter zeigen ihre hochmoderne mobile Rettungsstation. Die Fernmeldetruppe baut eine Satellitenübertragungs- und Antennenmastanlage auf, mit denen Funkverkehr über mehrere Tausend Kilometer abgehört werden kann.

Welche weiteren Highlights gibt es?

Stockbrot über Feuer
Leben im Felde und Stockbrot gehören bei den Jägern aus Schwarzenborn auf jeden Fall zusammen.(Quelle: Bundeswehr)

Auf besonderes Interesse dürfte sicherlich auch die Station „Leben im Felde“ stoßen. Hier engagieren sich die Infanteristen aus Schwarzenborn. Darüber hinaus wird ein Sonderfeldpostamt betrieben. Vier Feldküchen sorgen jeden Tag für die Verpflegung der Besucher.

Ist die Integration des Tags der Bundeswehr in den Hessentag ein Zukunftsmodell?

Feldkoch mit Küchenutensilien
Die Feldköche werden beim Tag der Bundeswehr unter Dampf stehen. (Quelle: Bundeswehr/Fritz Kopetzky)

Wenn sich das terminlich realisieren lässt, ist das sicher grundsätzlich eine gute Option, die Bundeswehr in dem Maße der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dahinter steckt natürlich viel Arbeit und Koordination. Das wäre ohne die Unterstützung mehrerer Hundert Reservisten gar nicht möglich.