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Jagd nach dem besten Foto – Der Spotterday in Faßberg

In der Ferne sind am blauen Himmel zwei schwarze Punkte zu erkennen. Unter ihnen richten 1.200 Spotter ihre Linsen auf sie. Aus den Punkten werden schnell ein A400M und eine Transall C-160. Auch ohne den Zoom der Kameras deutlich zu erkennen. Und für das perfekte Foto fliegen sie sogar ganz dicht hintereinander.

Begeisterung

Flugzeuge in der Luft
Der Spotterday beginnt mit einem Generationsflug: Der A400M und die Transall C-160 gemeinsam in der Luft. (Quelle: Bundeswehr/Carsten König)

Noch vor dem Tag der Bundeswehr am kommenden Samstag findet heute das erste Spektakel auf dem Fliegerhorst statt. Rund 1.200 begeisterte Fotografen sind für den Spotterday nach Faßberg gekommen. Aus acht Nationen sind sie angereist, um die vielen Flugzeuge und Hubschrauber in Aktion zu sehen.

Der A400M im Generationsflug mit der Transall C-160, der Eurofighter fliegt eine Leistungsdemonstration und mehrere Hubschrauber, wie der H145M oder die NH-90, zeigen sich den vielen Spottern aus der Luft ganz nah. Einer, der seit dem ersten Spotterday der Bundeswehr vor fünf Jahren immer dabei ist, heißt Jan Könnig. „Die Maschinen in der Luft zu sehen, zu sehen wie sich die Technik und der Stahl in der Luft bewegen, ist immer wieder faszinierend“, sagt der 48-Jährige begeistert.

Seit 25 Jahren fotografiert er viele verschiedene Flieger. Dass die Bundeswehr den Spottern seit fünf Jahren solch ein Forum bietet, findet er toll: „Auch die Organisation ist top – von den vielen Fliegern die hier sind, bis hin zur Anfahrt funktioniert alles ohne Probleme“, sagt er begeistert. Und das hört einer besonders gerne.

Besucher mit Kameras und Ferngläsern
Rund 1.200 begeisterte Spotter sind aus aller Welt nach Faßberg angereist. (Quelle: Bundeswehr/Victor Manuel Olivos Matta)

„Wie ein kleiner Tag der Bundeswehr“

Frau im Porträt
Als Hauptmann Carsten Holtz wegen einem Auslandseinsatz in Mali die Organisation des Spotterdays unterbrechen musste, übernahm ganz einfach seine Frau, Tina Hamburg. Sie freue sich über die vielen positiven Resonanzen der Spotter. (Quelle: Bundeswehr/Victor Manuel Olivos Matta)

Organisiert wurde das Event von Hauptmann Carsten Holtz. Seit 15 Jahren ist er in Faßberg stationiert. Bereits vor sechs Monaten haben Holtz und sein vierköpfiges Team mit der Planung begonnen. Für ihn sind die Spotter schon eine Herausforderung: „Sie haben viele Fragen zur Akkreditierung, dem Equipment und mehr – letztendlich geht es darum, sie alle glücklich zu machen“, sagt Holtz.

Zwischenzeitlich musste er sogar in einen Einsatz nach Mali. In der Zeit hatte seine Lebensgefährtin, Tina Hamburg, die Planung übernommen. Und über die Resonanz der Spotter freut sie sich sehr. „Es ist schön zu sehen, dass die Spotter einen guten Tag haben, wir machen es für sie“, sagt Hamburg. Sie ist selbst begeisterte Spotterin.

Auch deshalb übernahm Holtz hauptverantwortlich die Planung: „Sie liebt das Spotten, also habe ich gesagt, ich mach es für dich“, erzählt er lachend. Schließlich sei der Spotterday „wie ein kleiner Tag der Bundeswehr“, sagt er.

Durch den Spotterday zum Wiederholungstäter werden

Mann mit Kamera
Seit 20 Jahren ist Christian Müller schon Spotter. „Wer gerne reist, schießt auch gerne Fotos“, erklärt er seine Faszination für das Fotografieren von Flugzeugen und Hubschraubern. (Quelle: Bundeswehr/Victor Manuel Olivos Matta)

Die Fotografen sind von weit her angereist. Sie kommen aus Frankreich, den Niederlanden oder Belgien. Immer wieder werden sie vom Spotterday angelockt. Schon 2017 waren Uwe und Ines Barez hier beim Spotterday in Faßberg. Auch heute sind sie aus Schleswig-Holstein angereist. „Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis“, sagt die 46-Jährige. Und auch der Ablauf „war wie schon 2017 super organisiert“, freut sich ihr Mann.

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein steht Christian Müller auf einer Leiter und schaut durch seine Kamera. Seit 20 Jahren fotografiert er Flugzeuge. „Beim Spotterday der Bundeswehr bin ich zum dritten Mal dabei“, sagt er begeistert. Viele der Besucher sind vor Jahren das erste Mal dabei gewesen – und kommen seitdem immer wieder gerne in die Verbände der Luftwaffe. Die weiteste Reise hatte laut Anmeldeliste ein Amerikaner auf sich genommen.

Und so stehen die 1.200 Gäste auf dem Grün neben der Rollbahn. Alle Linsen der Kameras in eine Richtung. Dann fliegt ein Eurofighter mit Überschall an ihnen vorbei. Sie betätigen ihre Auslöser – alle auf der Jagd, nach dem besten Foto.

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