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Großgerät und jede Menge Aktion in Dresden

Offizier steht vor Karte der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne
Oberstleutnant Dieter Wendler ist der Chefplaner des Tages der Bundeswehr in Dresden. (Quelle: Bundeswehr/Anke Schöne)

Im Projektbüro der Offizierschule des Heeres in Dresden laufen die Vorbereitungen: Denn der Tag der Bundeswehr am 9. Juni 2018 in der Graf-Stauffenberg-Kaserne und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr wird hier koordiniert. Oberstleutnant Dieter Wendler, der Leiter des Organisationsteams, erzählt im Interview, worauf die Besucher sich freuen können.

Oberstleutnant Wendler, seit August 2017 sind Sie der verantwortliche Projektoffizier für den Tag der Bundeswehr in Dresden. Wie sind Sie zu dieser Funktion gekommen, was waren Ihre ersten Aufgaben, was ist bisher erledigt?

Ich wurde vom Kommandeur der Offizierschule des Heeres schon Ende 2016 gefragt, ob ich mir vorstellen kann, diesen großen Tag zu organisieren. Seit Ende letzten Jahres bin ich mit meinem inzwischen fünfköpfigen Team am Planen. Bereits seit Anfang dieses Jahres läuft die heiße Phase. Wir haben unser Büro in der Offizierschule eingerichtet und sind mittendrin. Denn für die erwarteten 10.000 Besucher soll es zum Tag der Bundeswehr Streitkräfte zum Anfassen geben.

Nach Leipzig 2015 und Frankenberg 2016 gibt es den Tag der Bundeswehr zum dritten Mal in Sachsen und zum ersten Mal in der Landeshauptstadt Dresden. Worauf dürfen sich die Besucher jetzt schon freuen?

Vier Soldaten stehen um einen Kasernenplan und besprechen sich
Teambesprechung vor der Offizierschule des Heeres: Oberstleutnant Wendler zeigt, wo die Panzer und Ausstellungsstücke stehen werden. (Quelle: Bundeswehr/Anke Schöne)

Wir wollen unseren Gästen die Bundeswehr mit all ihren Facetten zeigen – von Panzern und Geländefahrzeugen über unser Heeresmusikkorps Veitshöchheim und die klassische Erbsensuppe bis hin zu dynamischen Präsentationen, wo die Zuschauer sehen können, wie Soldaten sich im Feld bewegen und leben. Dresden ist für mich die schönste Stadt der Welt, die Offizierschule des Heeres ist als eine der wichtigsten Ausbildungsstätten der Bundeswehr sehr prestigeträchtig. Da ist es für mich eine besondere Ehre und Herausforderung, hier mit meinem Team den Tag der Bundeswehr zu organisieren.

Schon jetzt können wir sagen, dass es als absolute Highlights den Kampfpanzer Leopard, den Schützenpanzer Marder, dazu Sanitätsfahrzeuge der Bundeswehr und ein umfangreiches Programm auf mehreren Bühnen geben wird. Geplant ist auch ein Beitrag der Luftwaffe, doch das will ich als Überraschung noch ein wenig offen lassen.

Hier in der Offizierschule des Heeres haben Sie Ihr Projektbüro. Wie arbeiten Sie mit den anderen Beteiligten innerhalb und außerhalb der Bundeswehr zusammen?

Soldaten sitzen an einem Tisch, auf dem Tisch liegen Fotos von Panzern und Lagepläne
Parkplätze, Bus-Shuttle, Verpflegung, Bühnenaufbau und der perfekte Platz für jeden Panzer: Für die Großveranstaltung im Juni muss alles perfekt geplant sein. (Quelle: Bundeswehr/Anke Schöne)

Für uns ist es wichtig, die große Vielfalt der Bundeswehr zu zeigen. Dazu gehören neben dem Heer auch die Luftwaffe, die Marine, die Streitkräftebasis und der Sanitätsdienst. Bei Fahrzeugen & Co. sind wir auf die Unterstützung unserer Kameraden in Westsachsen und Thüringen angewiesen. Denn es soll nicht nur der Tag der Offizierschule des Heeres werden, sondern wir präsentieren viel mehr: So stehe ich in engem Kontakt mit sächsischen Reservisten, den Kameraden der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ und mit vielen Partnerorganisationen und Vereinen, die sich bei uns vorstellen werden.

Außerdem bieten wir militärgeschichtliche Führungen, Rundgänge durch die Offizierschule, ein Kinderprogramm und alle Informationen zu einer Karriere bei der Bundeswehr an.

Rund 10.000 Besucher werden zum großen Tag im Juni erwartet. Eine der Herausforderungen ist es, den Transport und die Parkplätze für die Gäste und das Personal an diesem Tag zu organisieren. Wie ist da der Stand und welche Fragen gibt es noch zu klären?

Wichtigste Verkehrsmittel werden auf jeden Fall Bus und Bahn sein. Mit den Dresdner Verkehrsbetrieben haben wir vereinbart, dass am Tag die Linie 64, die auf der Stauffenbergallee entlang fährt und direkt an unserer Kaserne hält, öfter unterwegs ist. Außerdem wird es einen Shuttleservice zwischen Stauffenbergallee und der S-Bahn-Haltestelle Industriegelände geben. Daneben sind wir dabei, Parkplätze anzumieten, damit die, die mit dem Auto anreisen, am Tag der Bundeswehr zu uns in die Kaserne kommen können, denn die Parkflächen hier sind begrenzt.

Oberstleutnant Dieter Wendler wurde 1955 in Döbeln geboren, ist seit 1975 Soldat und war nach der Wende unter anderem Kompaniechef einer Panzerjägerkompanie im sächsischen Marienberg und stellvertretender Bataillonskommandeur im baden-württembergischen Külsheim. Seit 1998 ist er an der Offizierschule des Heeres, wurde 2013 pensioniert und hat seitdem als Reservist mehrere Großveranstaltungen organisiert. Ende 2016 wurde er mit der Aufgabe betraut, den Tag der Bundeswehr in Dresden zu organisieren.

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