Vor einer betongrauen Halle im Technischen Bereich drängen sich grüne Lkws mit Containeraufbauten. Die Soldaten des KZO-Zugs der 4. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 haben hier ihren Ausstellungsbereich. KZO, das sind unbemannte Fluggeräte der Bundeswehr zur Aufklärung und Zielortung.

Soldat erklärt Besuchern die Drohne KZO
Oberfeldwebel Jan Fischer erklärt Besuchern „seine“ KZO. (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)

Hier treffen die Besucher unter anderem auf Oberfeldwebel Jan Fischer. Der engagierte Soldat brennt für seinen Beruf, das merkt man kurz nach Gesprächsbeginn. „Ich bin Gruppenführer und Startfeldwebel. Mit meinen Soldaten bringe ich das KZO in die Luft“, erzählt er (KZO: Kleinfluggerät Zielortung). „Danach übernehmen die Kameraden in der Bodenkontrollstation. Die steuern den Flugweg und nehmen die Bilder der Kamera auf.“ Maximal vier Stunden lang kann das unbemannte Fluggerät bis zu 100 Kilometer entfernt feindliche Fahrzeuge, Anlagen oder Soldaten aufklären. „Für die Landung hat das KZO dann einen Fallschirm und zwei Airbags“, erklärt Fischer und zeigt auf Klappen am Rumpf.

Jetzt wollen wir das KZO natürlich fliegen sehen. Oberfeldwebel Fischer soll zeigen, was er und die Soldaten des Füssener KZO-Zuges können. Fischer lacht. „Ich wäre sofort dabei. Aber hier habe ich die notwendige Startfläche von 550 Metern Länge vor dem Startkatapult nicht.“