140 Rekruten der Marinetechnikschule legten ihr feierliches Gelöbnis ab. Eingebettet zwischen den historischen Speichergebäuden der Hansestadt Stralsund und den hohen Masten der „Gorch Fock I“ fand die öffentliche Veranstaltung statt. Viele Angehörige und Besucher kamen, um sich das besondere Erlebnis anzuschauen. Für die musikalische Begleitung war das Heeresmusikkorps Neubrandenburg zu Gast.

Rekruten bei Vereidigung
Öffentliche Vereidigung: Die Rekruten legen ihren Eid ab. (Quelle: Bundeswehr/Matthias Letzin)

Die Gelöbnisrede hielt Konteradmiral Thorsten Kähler, Chef des Stabes im Marinekommando. Für Kähler war es eine besondere Freude und Ehre, dieser Einladung zum Gelöbnis zu folgen, ist die Geschichte der Marine doch in der stark in Stralsund verwurzelt. In seiner Rede verwies er auf die Verantwortung der Soldaten gegenüber Deutschland: „Sie dienen nicht einer Person, sondern unserem Staat mit seiner demokratischen Werteordnung, die auf dem Grundgesetz und den Gesetzen unseres Staates beruht.“ Kähler bekräftigte die Notwendigkeit des Einsatzes der Streitkräfte weltweit, der stets unter der gewissenhaften Prüfung durch den Deutschen Bundestag stehe.

Bundeswehr zwischen Werbung, Verantwortung und Einsatz

Ehrenformation zum Gelöbnis
Vereidigung von Rekruten der MTS Parow, hier Ehrenformation (Quelle: Bundeswehr/Matthias Letzin)

Der Kommandeur der Marinetechnikschule, Kapitän zur See Michael Möding, begrüßte die Angehörigen und Gäste, unter denen sich auch der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Kneip, befand. Dienst in der Bundeswehr sei eine mögliche Alternative zu den klassischen Berufen in Handel, Handwerk oder im Bereich Dienstleistungen. „Und dennoch – wann immer ein Einsatz für die Soldaten notwendig wird, wird alles Menschenmögliche für die im Einsatz stehenden Einheiten getan“, so Möding und weiter: „Keiner ihrer Vorgesetzten wird ihr Leben, ihre Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzen!“

Die Danksagungen

Der obligatorische Gedenkstein als Erinnerung für die Zeit in der Grundausbildung und somit den Start in die Marine wurde an einen Vertreter der Rekruten übergeben. Er wird in den Fußweg zu den Gebäuden der Grundausbildung eingelassen. Zum Schluss bedankte sich Kneip noch bei der am weitesten angereisten Mutter eines Rekruten. Sie legte eine Strecke von 1.027 Kilometern zurück, um dem feierlichen Gelöbnis beizuwohnen.