Ölauffangschiff

Bottsand-Klasse

Die Marine betreibt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zwei Ölauffangschiffe. Die zivil besetzten Einheiten sind von besonderer Bauart und an der Mittelachse aufklappbar. Die beiden Rumpfhälften können bis zu einem Öffnungswinkel von ca. 65 Grad auseinandergefahren werden, wodurch eine eine Fangfläche von über 40 m² entsteht.

Die auf der Wasseroberfläche zusammengeschobene Ölschicht wird mit einem Abscheidesystem angesaugt und gelangt in die bordeigenen Sammeltanks. Die Saugleistung liegt bei einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und einer Schiffsgeschwindigkeit von einem Knoten bei etwa 140 Kubikmeter pro Stunde.

Datentabelle

Leistung 759 kW / 1.000 PS
Besatzung 6 Personen (Zivilbesatzung)
Geschwindigkeit 10 kn
Länge 46,3 m
Breite 12 m
Tiefgang 3,1 m
Einsatzverdrängung 650 t

Bildergalerie

Ölauffangschiff Bottsand mit geöffnetem Rumpf
Die in dem Dreieck zusammengeschobene Ölschicht wird mit einer Abschöpfeinrichtung mit einem Wasserabscheidesystem abgesaugt und gelangt in die bordeigenen Sammeltanks. (Quelle: Bundeswehr)
Ölauffangschiff Bottsand liegt an der Pier
Ölauffangschiff Bottsand liegt an der Pier. (Quelle: Bundeswehr/Matthias Letzin)
Ölauffangschiff Bottsand beim Öffnen der beiden Rumpfhälften
Die Bottsand gehört zum Marinestützpunktkommando Warnemünde. (Quelle: Bundeswehr/Kim Brakensieb)
Ölauffangschiff Bottsand bei einer Übung
Die Saugleistung liegt bei einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und einer Schiffsgeschwindigkeit von einem Knoten bei etwa 2 x 160 Kubikmeter pro Stunde. (Quelle: Bundeswehr/Tanja Wendt)