Leichter Mehrzweckhubschrauber zur Verbringung von Spezialkräften

15 Exemplare des H 145 M schafft die Bundeswehr zwischen 2015 bis Ende 2017 an. Eingesetzt werden die leichten Mehrzweckhubschrauber, um die Spezialkräfte dorthin zu bringen, wo sie eingesetzt werden. Stationiert sind sie bei der Luftwaffe im Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim.

Hohe Mobilität, Notwasserungsanlage, Abseilvorrichtungen

Dunkelgrau gestrichen ist der H 145 M und so bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen kaum zu erkennen. Leise wie kein anderer in seiner Klasse fliegt er, denn sein Heckrotor ist ummantelt. Er kann auch in urbaner Umgebung landen, so gering ist sein Rotordurchmesser. Mobilität ist seine größte Stärke. Mit Sondervorrichtungen für Abseilen und Notwasserung ist er an das Aufgabenspektrum der Spezialkräfte bestens angepasst. Die geräumige, hindernisfreie Kabine mit großen Seitenschiebetüren ermöglicht schnelles Ein- und Aussteigen.

Schnelle Beschaffung

Solch ein Multitalent hatte sich das Kommando in Calw schon lange gewünscht. Bekommen hat den H 145 M dann die Luftwaffe samt dem Auftrag, das KSK dorthin zu bringen, wohin es geschickt wird. Und das auch relativ schnell nach Unterzeichnung des Beschaffungsvertrags 2013. Bereits zweieinhalb Jahren später begann die Einführung des H 145 M. Neu ist er nämlich nicht. Schon seit vielen Jahren betreibt Airbus Helicopters die zivile Vorgängerversion H 145, früher EC 145 genannt.

Schutz für die Besatzung

Bei der militärischen Variante sind nun die Frontscheiben verstärkt, der Unterstützungstank ist selbstdichtend. Seitlich sind Befestigungspunkte für Waffenträger angebracht. Das modulare Avioniksystem bietet einen Vier-Achsen-Autopiloten im digitalen Cockpit mit drei großen Bildschirmen. Zugelassen sind Nachtsichtbrillen und Helmdisplays. Bei Überwachungsmissionen steuert ein Besatzungsmitglied Tageslicht- und Infrarotkameras. Ein Selbstschutzsystem sowie Panzerungen schützen die Besatzung.