Die Schwimmschnellbrücke Amphibie M3 unterstützt die Kampftruppe dabei, Gewässer schnell und sicher zu überwinden. Rad- und Kettenfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 78 Tonnen gelangen so ans andere Ufer.

Schwimmbrücke oder Fähre

Die M3, auch als sogenannte „nasse Brücke“ bezeichnet, besteht aus dem Hauptschwimmkörper, durch den sie bereits voll schwimmfähig ist, sowie zwei Seitenschwimmkörpern. Sie sorgen für zusätzliche Stabilisierung und können schon während der Anfahrt ausgeschwenkt werden. Weitere Elemente sind der Bordkran, der wie die Seitenschwimmkörper hydraulisch betrieben wird, und drei Rampen. Zur Besatzung gehören der Landfahrer, der Kommandant und der Schwimmbrückenpionier.

Bevor die Amphibie M3 sicher in einem Gewässer eigesetzt werden kann, sind zunächst die Ein- und Ausfahrtstellen zu überprüfen. Pioniertaucher erkunden Strömung und Untergrund. Wassertiefe und Entfernung werden gemessen.

Je nach Aufgabe und Situation wird die M3 zu einer Brücke oder Fähre zusammengesetzt. Eine Fähre bilden mindestens zwei Amphibien. Beim Brückenbau kommen jeweils die drei Rampen eines Fahrzeugs zum Einsatz. Der Schwimmbrückenpionier setzt sie mit Hilfe des Bordkrans zwischen mehreren Fahrzeugen. Sie können eng oder weit gekuppelt werden und werden  zur Auf- und Abfahrt genutzt.

32 Amphibienfahrzeuge für eine 350 Meter lange Brücke

Um etwa ein hundert Meter breites Gewässer zu überbrücken, sind 30 Soldaten, zehn Amphibien und etwa zwölf Minuten nötig. Derzeit verfügt die Bundeswehr über insgesamt 30 Amphibienfahrzeuge. Knapp 340 Meter ist die Brücke lang, wenn alle verbaut werden.

Weitere Besonderheiten der M3 mit Allradantrieb sind die einziehbaren Räder. So hält sie das Transitmaß ein und kann sowohl per Bahn als such in Transportflugzeugen der US Air Force transportiert werden. Zwei Wasserstrahlantriebe in Bug und Heck sind komplett im Rumpf verbaut. Sie können die M3 auf der Stelle drehen und seitlich fahren lassen.

Zu einem echten Einsatz kam die M3 beim Elbhochwasser 2013. Von der Wasserseite wurde der Deich mit Sandsäcken verstärkt.