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Die größte Baustelle der Luftwaffe

Der Fliegerhorst Wunstorf ist die größte Baustelle der Luftwaffe und die zweitgrößte der Bundeswehr. Hier in Niedersachsen entsteht einer der modernsten Militärflugplätze Europas. Viele der Bauabschnitte wurden bereits abgeschlossen. Am Tag der Bundeswehr können sie zum ersten Mal besichtigt werden.

Den Startschuss für die „Runderneuerung“ des Fliegerhorstes gab es 2009. Inzwischen sind schon erste Abschnitte wie das Ausbildungszentrum für den A400M, ein Liegeplatzgebäude, eine Instandsetzungshalle, die neue Feuerwache oder eine Wasch- und Wartungshalle fertig. Insgesamt investiert die Bundeswehr hier rund 500 Millionen Euro.

Keine Infrastruktur ohne IUD

Zwei Menschen in Maschinenraum
Wenn bei der Bundeswehr gebaut wird, kümmern sie sich darum: Der Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD). (Quelle: Bundeswehr/Marcus Rott)

Und wenn bei der Bundeswehr gebaut wird, kommt unweigerlich der Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) mit ins Spiel.

Er ist mit seinen Dienststellen und seinen Mitarbeitern für Infrastrukturmaßnahmen verantwortlich, nimmt gegenüber der Bauverwaltung der Länder die Bauherrenrolle ein und ist Ansprechpartner des Nutzers vor Ort.

„Ohne Teamarbeit geht hier gar nichts“

Stellvertretend für das Team L 1 des Kompetenzzentrums Baumanagement Hannover ist Jörn Radeck in Wunstorf dabei. Der 50-jährige Neustädter ist als Referent Bauprojektmanagement für die laufenden Um- und Neubaumaßnahmen am Standort Wunstorf zuständig. Bei einem Projekt dieser Größenordnung wird einem erst richtig deutlich, welchen Stellenwert der Erfolgsfaktor „Teamarbeit“ hat“, so Radeck.

Baustelle XXL für den A400M

Airbus in Wartungshalle
Ein gigantischer Koloss: Der A400M ist 45 Meter lang, 15 Meter hoch und hat eine Spannweite von 42 Metern. (Quelle: Bundeswehr/Dustin Eich)

Die Dimensionen der Bauten in Wunstorf erklärt Radeck mit beeindruckenden Zahlen: „Der Instandsetzungsbereich hat eine Nutzfläche von knapp 16.800 Quadratmetern. Allein die Wasch- und Wartungshalle ist 164 Meter lang, 60 Meter breit, 22 Meter hoch und kann drei der gigantischen Transportflugzeuge gleichzeitig aufnehmen. Fast 1.500 Tonnen Stahl und 7.500 Kubikmeter Beton wurden verarbeitet.“ In den kommenden Jahren wird auch noch ein neuer Tower gebaut. Fast 35 Meter soll er hoch werden.

Ein Riesenprojekt auch nach dem Bau

Mann vor Hangar
Für die Bauarbeiten hat er das Sagen: Jörn Radeck. (Quelle: Bundeswehr/Dustin Eich)

Und wenn die neue Infrastruktur von der Truppe übernommen worden ist, geht es für die Frauen und Männer des Organisationsbereichs IUD erst richtig los: sie übernehmen beispielsweise die Wartung und Instandhaltung der Hallen wie der gesamten Klima- und Lüftungsanlagen oder der Elektrostationen. „Aber auch die Geländebetreuung fällt in unsere Zuständigkeit“, so Radeck. Zudem sorgt die Bundeswehr-Feuerwehr für Sicherheit beim Flugbetrieb. „All diese „fleißigen Helferlein“ sind im Hintergrund dafür verantwortlich, dass der Laden läuft und die Soldaten des Lufttransportgeschwaders 62 sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.“

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