„Ziel der Veranstaltung ist es, Bevölkerung und Bundeswehr zusammenzubringen.“ Dieser Wunsch des Kommandeurs des Sanitätsregimentes 3 „Alb-Donau“ hatte sich bereits zur Halbzeit des „Tages der Bundeswehr“ erfüllt. Oberstarzt Henning Armbrüster und seine Soldatinnen und Soldaten begrüßten bis zum frühen Nachmittag mehrere Tausend Besucher. Im Radio war von langen Staus rund um die Rommel-Kaserne die Rede.

Panzer fährt auf Straße, im Hintergrund Besucher
Einmalige Gelegenheit: Eine Runde im Boxer. (Quelle: Bundeswehr/Markus Dittrich)

Langes Warten lohnte sich

Nach fünf Jahren Pause hatte die Bevölkerung wieder die Möglichkeit, ungeniert hinter den Kasernenzaun der 55 Jahre alten Kaserne zu blicken. Und sie wurden nicht enttäuscht. Zu sehen waren unter anderem das Geländetransportfahrzeug BV 206 Hägglund, das Führungs- und Funktionsfahrzeug Eagle, der Panzerspähwagen Fennek sowie der Kampfpanzer Leopard 2 A6, außerdem das gepanzerte Transportkraftfahrzeug Boxer.

Publikum bei Vorführung
Da war Geduld gefragt. (Quelle: Bundeswehr/Markus Dittrich)

Wer lange Wartezeiten nicht scheute, hatte die einmalige Möglichkeit, mit einem Boxer oder einem Mannschaftstransportwagen eine Runde auf dem benachbarten Standortübungsplatz zu drehen.

Mobiles Rettungszentrum

Ein weiterer Höhepunkt war das Mobile Rettungszentrum. Diese transportable Behandlungseinrichtung kommt bei militärischen und humanitären Einsätzen zum Einsatz. Die Leistungsfähigkeit ist mit der eines zivilen Kreiskrankenhauses zu vergleichen, informierte Hauptmann Rainer Hämmerle. Dort gibt es unter anderem die Fachbereiche Chirurgie, Operation, Intensivmedizin, Pflege, Labor und die Möglichkeit der Arzneimittelversorgung. Anästhesiologie, Urologie und Zahnchirurgie sind dort ebenfalls für Patienten vorhanden.

Nicht allen hat der Tag der Bundeswehr jedoch gefallen. Das brachten ein paar Dutzend Demonstranten vor dem Kasernentor lautstark zum Ausdruck. „Wir kämpfen auch dafür, dass Du gegen uns sein kannst“, entgegneten die Soldaten auf einem großen Banner.