Morgen ist es soweit. Am kommenden Samstag öffnet die Allgäu-Kaserne in Füssen ihre Tore zum Tag der Bundeswehr. Besucher werden ein spannendes Programm erleben, vielfältige Technik und Fahrzeuge besichtigen und an vielen Stellen mitmachen können. Bevor es aber soweit ist, muss der Aufbau bewältigt werden.

Ausgestellte Fahrzeuge
Besucher des Tags der Bundeswehr in der Füssener Allgäu-Kaserne können sich auf Gefechtsfahrzeuge, dynamische Vorführungen und Mitmach-Aktionen freuen. (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)

Bereits seit mehreren Tagen laufen die Vorbereitungen in der Allgäu-Kaserne. Überall werden Fahrzeuge zur Präsentation aufgefahren, Gästezelte aufgebaut und letzte Vorbereitungen am Gerät abgeschlossen. So auch im KZO-Zug der 4. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 (KZO: Kleinfluggerät Zielortung). Am Tag der Bundeswehr werden Besucher in den Hallen der Einheit die beiden unbemannten Aufklärungs-Fluggeräte des Bataillons, LUNA und KZO, mit allen dazugehörigen Fahrzeugen besichtigen können.

Füssener Soldaten zeigen „Fliegende Augen“

Soldaten heben Drohne KZO an
Ein KZO wird in das Instandsetzungsfahrzeug gehoben. (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)

„Als Blickfang haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen“, erzählt Hauptgefreiter Dean Altenburg. Als Fluggeräte-Einsetzer ist er normalerweise für die Vorbereitung vor einem Flug zuständig. Jetzt platziert er zusammen mit einem Kameraden einen tellergroßen Aufkleber mit dem Hoheitszeichen der Bundeswehr, dem Eisernen Kreuz, auf dem grau-lackierten Rumpf. „Wir hatten diesen ausgemusterten Rumpf noch bei uns im Lager. Den haben wir so aufbereitet, dass er wieder wie ein ‚scharfes‘ KZO aussieht“, so Altenburg weiter. Natürlich gibt es bei den Soldaten nicht nur die Replik, sondern auch das echte Fluggerät zu sehen. „Wir zeigen am Samstag alles an Fahrzeugen, was wir haben“, verrät Oberfeldwebel Jan Fischer, Gruppenführer und Startfeldwebel im KZO-Zug. Dazu gehörten neben der Bodenkontrollstation, aus der das Fluggerät gesteuert wird, auch Spezialfahrzeuge für den Start und die Bergung nach der Landung.

Atomare, biologische und chemische Gefahrenabwehr

Soldaten mit Dummy mit Schutzkleidung
Auch die Soldaten der Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben aus Sonthofen kommen nach Füssen. (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)

Aber auch Soldaten weiterer Standorte werden am Tag der Bundeswehr in Füssen ihre Fähigkeiten zeigen. Aus Sonthofen sind Soldaten der ABC-Truppe angereist, Spezialisten im Aufspüren, Bestimmen und Bekämpfen von atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen. „Wir haben zwei Spürpanzer Fuchs, einen Truppen- und Material-Entseuchungspunkt und eine Wasseraufbereitungsanlage mitgebracht“, zählt Hauptmann Michael Kurek auf. Mit den Spürpanzern können die Soldaten atomare und chemische Bedrohungen untersuchen, an den Entseuchungspunkten reinigen sie verunreinigte und verseuchte Ausrüstung und sogar Gefechtsfahrzeuge. Die Wasseraufbereitungsanlagen sind jedoch nicht weniger wichtig. „Im Afghanistan-Einsatz bekommen wir selbst aus Brunnen mit 300 Metern Tiefe kein brauchbares Wasser“, berichtet Hauptfeldwebel Alexander Suttner. „Mit dieser Anlage bekommen wir selbst solches Wasser auf deutsche Trinkwasserqualität.“

Volles Programm in Füssen

Bis Samstag werden alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. Die Besucher in der Allgäu-Kaserne in Füssen erwarten dann nicht nur die „heimischen“ Gebirgsaufklärer, sondern auch viele Soldaten und Gefechtsfahrzeuge aus anderen Bereichen. Beim Anschauen muss es nicht bleiben. Neben Mitfahrten können Besucher zum Beispiel an einem Kletterfelsen ihre Höhentauglichkeit erproben oder sich an einem Skisimulator mit Spitzensportlern der Sportfördergruppe messen. Selbstverständlich stehen unterschiedliche Verpflegungsstände bereit, um auch den größten Hunger zu stillen. Die Kasernentore sind ab 9 Uhr für Besucher geöffnet, die am Feldgottesdienst teilnehmen wollen. Alle Stationen und Ausstellungen werden ab 10 Uhr besetzt sein. Parkplätze stehen in der Nähe der Kaserne zur Verfügung. Ein Busshuttle fährt alle 30 Minuten von den Bahnhöfen Pfronten-Ried und Füssen zum Veranstaltungsort. Der Eintritt ist frei.