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270.000 Gäste beim 5. Tag der Bundeswehr

Der 5. Tag der Bundeswehr lockte in diesem Jahr fast 270.000 Besucher in die 14 Standorte. Von Jagel im hohen Norden bis Pfullendorf im Süden nutzten die Gäste die Chance, einmal hinter die Kulissen zu schauen, mit Soldatinnen, Soldaten und Zivilangestellten der Bundeswehr in Gespräch zu kommen und sich einen schönen Tag mit spannenden Programmen zu machen. Der A400M überflog die beteiligten Standorte und sorgte mit teilweise sehr tiefen Überflügen für Begeisterung und Staunen. Gut besucht waren an den Standorten die Karrieretrucks der Bundeswehr. Hier informierten sich die Besucher über Karrierechancen in den zahlreichen Laufbahnen bei den Streitkräften.

Live aus Stralsund

Soldaten und Zivilisten stehen vor einer Leinwand
Live-Schaltung nach Stralsund steht, alles ist vorbereitet für den Tag der Bundeswehr in Schlieben. (Quelle: Bundeswehr/Philipp Ernstberger)

Eine Besonderheit in diesem Jahr war die Livesendung aus einem Gläsernen Studio aus Stralsund. Zweieinhalb Stunden übertrug die Bundeswehr ein abwechslungsreiches Programm live im Internet. Highlight war sicher das vor Ort geführte Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Heute ist der Tag der Bundeswehr und das gibt mir die Gelegenheit, allen Angehörigen der Bundeswehr einmal von Herzen ‚Danke‘ zu sagen. Die Bundeswehrangehörigen leisten eine aufopferungsvolle Arbeit“, lobte sie und betonte, die 250.000 Soldatinnen und Soldaten sowie die zivilen Mitarbeiter seien ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.

Beim Liveprogramm wurde immer wieder an die anderen Standorte geschaltet, um auch von dort die Stimmung aufzufangen. Ergänzt wurde das Programm mit informativen Videos zu den Menschen und der Technik, die am Tag der Bundeswehr im Mittelpunkt standen.

Stralsund

Ein Flugzeug fliegt über ein Segelschiff.
Der A400M ist das größte Transportflugzeug der Bundeswehr und beim Überflug in Stralsund ein begehrtes Motiv. (Quelle: Bundeswehr/Björn Wilke)

In Stralsund selbst gab es noch mehr zu sehen. Beinahe 17.000 Gäste ließen sich vom zunächst regnerischen Wetter nicht abschrecken und kamen sowohl zum Feierlichen Gelöbnis von 94 Rekruten im Stadthafen der Hansestadt, als auch an die zahlreichen Stände und zu den Vorführungen. Sogar ein Sea King-Hubschrauber ließ sich anlocken, der eigentlich in der Übung BALTOPS eingebunden war.

Schlieben

Bundeswehrfahrzeug Wiesel vor Riesenrad
Besucher schauen interessiert das Bundeswehrfahrzeug Wiesel zum Tag der Bundeswehr in Schlieben an. Zur selben Zeit überfliegt der Schulungshubschrauber EC135 den Marktplatz von Schlieben auch „Moienmarkt“ genannt. (Quelle: Bundeswehr/Beate Schöne)

Weniger maritim, aber nicht weniger spannend ging es im brandenburgischen Schlieben zu. Bereits zum zweiten Mal Gastgeber zum Tag der Bundeswehr, verbanden die Schliebener diesen Tag mit ihrem Stadtfest und so standen Riesenrad und Panzer dicht beieinander. 13.700 Besucher nutzten die Chance, in Militärfahrzeugen mitzufahren, Feldpostkarten zu verschicken oder der Musik des US Army Europe Band and Chorus sowie des Stabsmusikkorps der Bundeswehr zu lauschen.

Cham

Besucher auf Veranstaltungsgelände.
Reger Zulauf: Zahlreiche Bürger nutzen die Informationsmöglichkeiten. (Quelle: Bundeswehr/Lucas Wolanik)

Im bayrischen Cham feierten rund 14.500 Gäste unter dem Motto „CHAMeradschaft erleben“ bei strahlendem Sonnenschein nicht nur den Tag der Bundeswehr, sondern auch 60 Jahre Garnisonsstadt und das 60-jährige Bestehen der Panzerbrigade 12. Neben Leopard 2, Puma und Tornado, lockten auch die Themen Einsatz und Karriere. Am Informationsstand „20 Jahre KFOR-Einsatz“ und mit einer Live-Schaltung nach Litauen zur Battlegroup Enhanced Forward Presence gaben die Soldaten einen Einblick in den Soldatenalltag fern der Heimat. Das eigens erdachte, mit viel Humor versehene Spiel „Wer wird General?“ gab dann noch Antwort auf die Frage, was man denn können muss, um den höchsten Dienstgrad der Bundeswehr zu erlangen.

Erding

Ein Mann in einem Fallschirmsprungsimulator.
VR trifft Realität – im freien Fall am Sprungsimulator (Quelle: Bundeswehr/Dennis König)

Noch weiter südlich hatte das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe nach Erding eingeladen und mehr als 4.500 Besucher folgten dieser Einladung. Sie erlebten nicht nur schweres Gerät auf der Ausstellungsfläche. So konnten sie im Fallschirmsimulator hautnah spüren, welche Kräfte bei einem Sprung in die Tiefe wirken. Die Gäste hatten die Gelegenheit, Ausrüstung an- und ausprobieren, die Leistungsfähigkeit der Diensthunde zu sehen oder die Anwendungsmöglichkeiten eines 3D-Druckers zu erfahren.

Dillingen

Personen stehen vor einem Militärfahrzeug
Besucher informieren sich über das geschützte Fahrzeug EAGLE IV der Einsatzkameratrupps. Die Trupps dokumentieren die Auslandseinsätze für die militärische Führung und politische Leitung. (Bundeswehr/Monden)

In Dillingen strömten fast 24.000 Besucher zum Tag der Bundeswehr mit anschließendem Stadtfest. Unter ihnen ein Ehepaar, das jedes Jahr zu einem anderen Standort reist, um den Tag zu erleben und die Eltern einer Soldatin, die sogar 500 Kilometer Entfernung nicht abschreckten. Gelohnt hat es sich allemal. Einmal ausprobieren, wie man sich in eine fiktive Webseite hackt? Klar doch. IT-Wissen beim Quiz unter Beweis stellen, Comedy Ausbilder Schmidt live erleben und bei der Schnitzeljagd mitmachen – nicht nur die 2.500 Gewinne begeisterten die Gäste.

Pfullendorf

Soldaten knien mit Waffen in der Hand vor vielen Menschen
So nah kommen Zuschauer an die Spezialkräfte nur am Tag der Bundeswehr (Bundeswehr/Neumann)

Begeistert waren auch die annähernd 12.000 Besucher der Staufer-Kaserne in Pfullendorf trotz großer Hitze. Ihnen präsentierten sich Soldaten vom Kommando Spezialkräfte und spezialisierte Soldaten bei Vorführungen wie Freifallsprüngen und Geiselbefreiung. Die ausgestellten Panzer waren absolute Zuschauermagneten. Dass die Bevölkerung in Pfullendorf hinter ihren Soldaten steht, bewiesen sie, als einige wenige Demonstranten lautstark ihren Unmut gegen die Bundeswehr äußerten. Die Besucher reagierten mit Buh-Rufen auf die Störer und die Feldjäger mussten die Demonstranten eher vor den Gästen schützen, als umgekehrt.

Koblenz

Menschen sitzen in einem Schlauchboot
Spazierfahrt mit den Pionieren auf der Mosel. (Quelle: Bundeswehr/Markus Dittrich)

Ruhiger ging es da in Koblenz zu. Für die rund 10.000 Besucher hatten die Soldaten ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. 250 Fahrten mit Sturmbooten ermöglichten die Pioniere ihren Gästen. Die Vorführungen der Fallschirmjäger, der Diensthunde und der Sanitätskräfte waren gut besucht. Die ausgestellten Großgeräte der Bundeswehr lockten die Besucher ebenso, wie die Chance, einmal Wasser aus der Mosel zu trinken. Was sonst eher nicht zu empfehlen ist, machten die Soldaten vom Spezialpionierregiment 164 aus Husum möglich. Sie filterten 12.800 Liter Moselwasser und erreichten damit Trinkwasserqualität.

Bad Hersfeld

Eine Soldatin erklärt einem Mädchen die Technik in dem Cockpit
Eine Soldatin erklärt einem Mädchen die Technik in dem Cockpit(Quelle: Bundeswehr/Claudio Römer)

In Bad Hersfeld war der Tag der Bundeswehr in die Feierlichkeiten zum Hessentag eingebunden. Fast 40.000 Besucher folgten der Einladung und kamen auf das Ausstellungsgelände. Sie nutzten die Gelegenheit, an der Station Tornado-Cockpit, einmal am Arbeitsplatz eines Piloten Platz zu nehmen oder einmal den Kampfhubschrauber Tiger aus der Nähe sehen zu können. Bei dieser Gelegenheit konnten die Besucherinnen und Besucher gleich ausprobieren, was es heißt, eine Schutzweste zu tragen oder an einem Fallschirm zu hängen. Zur Stärkung gab es an der Station Leben im Felde 10 Kilogramm Stockbrot und insgesamt 500 Liter Erbsensuppe.

Augustdorf

Fußballerinnen im Zweikampf auf dem Platz
Intensiver Schlagabtausch zwischen den deutschen und britischen Spielerinnen (Quelle: Bundeswehr/Alexander Božič)

Wieviel Erbsensuppe die fast 20.500 Besucher in Augustdorf verspeist haben, ist nicht überliefert. Auf ihre Kosten kamen sie mit dem abwechslungsreichen Programm auf alle Fälle. 1000 Soldatinnen und Soldaten waren im Einsatz und präsentierten bei Vorführungen der Diensthunde, der Fahrschule und der Infanteristen im Orts- und Häuserkampf ihre Fähigkeiten. Fußball wurde auch noch gespielt. Deutsche und britische Auswahlmannschaften der Frauen und der Männer trafen zum Game of Remembrance aufeinander. Diese Spiele erinnern an die Schrecken des Ersten Weltkrieges. Die deutschen Herren gewannen ihr Spiel mit 1:0, während die deutschen Damen nach einem 4:2 als Siegerinnen vom Platz gingen.

Münster

Koch mit einem Spritzbeutel in der Hand
Die Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr bei der Zubereitung (Quelle: Bundeswehr/Michael Tanaskovic)

Nicht ganz so sportlich, aber vielseitig ging es in Münster zu. Den rund 7.300 Besuchern wurde kulinarisch einiges geboten, hatte doch hier die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr ihre Zelte aufgeschlagen. Sie begeisterte mit 1.200 Portionen gebeizten Lachswürfel, 800 Muffins und 820 Cheesecakes. Mitfahrgelegenheiten, ausgestelltes Großgerät und Vorführungen der Feuerwehren sorgten für den Hunger. Nicht nur an das Wohl der Besucher wurde gedacht: Der Bundesforst baute gemeinsam mit den Gästen insgesamt 150 Vogel- und Fledermaushäuschen.

Faßberg

Flugzeuge im Flug
Generationenflug von DC-3, C-160 Transall und A400M (Quelle: Bundeswehr/Kevin Schrief)

Fans der eher größeren „Vögel“ kamen in Faßberg auf ihre Kosten. Auf dem Flugfeld konnten die beinahe 61.000 Besucher nicht nur die aktuellen Fluggeräte der Bundeswehr bestaunen. Flugzeuge aus sieben Jahrzehnten waren teilweise gemeinsam am Himmel zu bestaunen, als eine DC-3, eine C-160 Transall und ein A400M zum Generationenflug starteten. Highlight in diesem Jahr waren ohne Zweifel die 17 historischen „Rosinenbomber“, die anlässlich des 70. Jahrestages der Luftbrücke aus aller Welt zusammengekommen waren.

Dank an Soldaten

Dieses besondere Ereignis würdigte auch Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen in ihrer Ansprache, die von Faßberg aus in alle Standorte übertragen wurde. Sie betonte: „es war eine gigantische, logistische Meisterleistung, aber es war vor allem auch ein großartiges Zeichen, das der ganzen Welt gezeigt hat: Westberlin bleibt frei!“. Es sei auch ein großartiges Zeichen der Verbundenheit gewesen, das aus ehemaligen Kriegsgegnern, unsere Freunde und Verbündete geworden wären.

Eine Frau spricht auf einer Bühne
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht Faßberg zum Tag der Bundeswehr und hält von dort ihre Ansprache (Bundeswehr/ Matta)

Heute stünden unsere Soldatinnen und Soldaten Schulter an Schulter mit ihren Verbündeten in internationalen Missionen für unsere Freiheit ein, machte von der Leyen deutlich. „Ich bitte Sie, einen ganz großen Dank an unsere Soldatinnen und Soldaten in den Einsätzen zu schicken: von Afghanistan über den Irak bis nach Mali: Danke! Danke, für Euren Einsatz!“. Zum Abschluss ihrer Ansprache händigte die Verteidigungsministerin die ersten drei neu geschaffenen Veteranenabzeichen aus. Dieses sei ein Zeichen der Anerkennung für den Dienst in unserer Bundeswehr und für den Zusammenhalt zwischen Aktiven und Ehemaligen und Reservisten quer durch alle Generationen, betonte sie.

Hamburg

Frau führt ein kleines Pony an der Leine
Tierischer Star beim Tag der Bundeswehr in Hamburg: Das Pony Tyra der AG Reiten der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr. (Quelle: Bundeswehr/Andreas Metka)

An der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg drehte sich an diesem Tag für die knapp 7.000 Besucher alles um Wissenschaft, Forschung und Technik. Von der neu entwickelten Abfangdrohne „Falke“, die zum Schutz von Flugplätzen eingesetzt werden kann, über das Blitzlabor bis hin zur aktuellen Technik, wie dem Intensivtransportwagen. Eine Überraschung bereitete das Pony Tyra, als es auf den Fluren vorbei an den Hörsälen für die Reit-AG der Universität unterwegs war.

Nordholz

Soldat seilt sich aus einem Sea King ab
Ein Schneller Eingreiftrupp zeigt seine Fähigkeiten bei einer Abseilübung aus einem Sea King. (Quelle: Bundeswehr/Bilal Bektas)

Nordholz stand ganz im Zeichen der Luftfahrt. 25 verschiedene aktuelle und historische Flugzeuge und Helikopter standen für die rund 15.000 Gäste bereit. Und so nutzte ein Besucher die seltene Gelegenheit für einen ganz besonderen Heiratsantrag: Von einem fliegenden Hubschrauber aus stellte er die eine Frage. Auch die anderen Besucher erlebten viel: Flugshows, Besichtigung eines A400M, die Vorführung eines schnellen Eingreiftrupps und ein Blick ins Cockpit der P3C-Orion.

Jagel

Kampfflugzeug vom Typ Tornado und Airbus A400M auf dem Rollfeld
Der Tornado rollt zu seiner Startposition. (Bundeswehr/Heyn)

Im hohen Norden lockte Jagel mehr als 24.000 Besucher an – auch wenn das Wetter zunächst gar nicht mitspielte. Das bekam auch der Kommodore Kristof Conrath bei seiner Eröffnungsrede zu spüren, als er feststellte: „Meine Rede ist jetzt zwar durchgeweicht, aber ich darf Sie trotzdem herzlich auf dem Flugplatz Jagel begrüßen!“ Die Gäste ließen sich den Tag nicht verderben und bestaunten unter anderem die Luftbetankung zweier Tornados, die Leistungsdemonstration eines Eurofighters, die Flugmanöver eines CH-53 und den Absprung zweier Freifaller.

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