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220.000 Besucher entdeckten die Bundeswehr

Am 9. Juni öffneten zum mittlerweile vierten Mal 16 Standorte ihre Tore zum gemeinsamen Tag der Bundeswehr. Der Tag stand wieder unter dem Motto „Willkommen Neugier“. Rund 220.000 Besucher, nicht ganz so viele wie im Vorjahr, trotzten der Hitze und strömten in die Kasernen und die Innenstädte in Erfurt und Bonn. Sie nutzten die Möglichkeit zur Begegnung und die vielen Informationsangebote und Gespräche, um sich ein eigenes aktuelles Bild von der Bundeswehr zu machen.

Flensburg

Personen auf einer Treppe
Tag der Bundeswehr an der Marineschule Mürwik – Blick auf die Treppe vom Bootshafen zur Schule (Quelle: Bundeswehr/Björn Wilke)

Im hohen Norden lud die Marineschule Mürwik in Flensburg ein und mehr als 3.500 Besucher kamen. Am Übungsmast konnten sie bestaunen, wie Stammsoldaten des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ an dem 28 Meter hohen Ausbildungsmast aufenterten. Auch die Führungen durch die über 100 Jahre alten Gebäude waren beliebt und wurden für die Gäste aus dem Nachbarland auch in dänischer Sprache angeboten. Ein besonderes Highlight waren Flüge der beiden Sea Lynx Hubschrauber.

Appen

Besucher sehen sich Transall an
Besucher sehen sich die Landung der Transall an. (Quelle: Bundeswehr/Francis Hildemann)

Ebenfalls in die Luft ging es in Appen. Die 9.800 Besucher der Unteroffizierschule der Luftwaffe konnten stündlich Mitflüge mit der zweitmotorigen Do-28 gewinnen. Der Überflug des A400M und der Transall sorgten für Begeisterung. Die Transall landete auf einer Graslandebahn und öffnete ihre Luken für die Besucher.

Hamburg

Soldat erklärt jungen Besuchern etwas
Auch die Marineflieger zeigen in Hamburg ihr Können. (Quelle: Bundeswehr/Sandra Herholt)

Nur ein paar Kilometer weiter südlich, in der Hansestadt Hamburg, öffneten für einen Tag die Tore der Führungsakademie der Bundeswehr, rund 3.000 Gäste folgten dieser Einladung. Die Arbeit der Helmut-Schmidt-Universität, der Bundeswehrfachschule und des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg lockten genauso, wie das Großgerät Schützenpanzer Puma und Waffenträger Wiesel. Ein absolutes Highlight: die 100 Kilogramm schwere Festtorte, die zum 60. Jahrestag von Bundeswehrkrankenhaus und Führungsakademie rund 400 Stücke ergab.

Oldenburg

Zwei Frauen schauen auf ein Handy.
Die Ministerin nahm sich in Oldenburg viel Zeit für die Besucher. (Quelle: Bundeswehr/Neumann)

In der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Oldenburg gab es zwei Gründe zu feiern: Neben dem Tag der Bundeswehr trugen 18 Mannschaften die finalen Wettkämpfe der „Deutschen Reservistenmeisterschaft 2018“ aus. Die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen besuchte den Standort und begrüßte von dort aus live die Gäste in allen beteiligten Standorten. Sie dankte allen Organisatoren, die diesen Tag erst möglich machten. Vor allem aber dankte sie den Gästen für ihr großes Interesse und forderte sie auf, hinter die Kulissen zu schauen und viele Fragen zu stellen. Die dynamische Waffenschau mit Schützenpanzern, Kampfpanzern und vielem mehr war ein absoluter Publikumsmagnet.

Meppen

Panzer Leopard beim Schießen
Tag der Bundeswehr in Meppen. (Quelle: Bundeswehr/Michael Seidel)

Laut wurde es auch in Meppen. Auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition bestaunten die rund 12.000 Besucher vor allem den Einsatz vieler Waffensysteme der Bundeswehr: Raketenwerfer LARS, Panzerhaubitze 2000, Kampfpanzer Leopard 2 und Schützenpanzer Puma. Ein weiterer Höhepunkt war die Flugschau des Kampfhubschraubers Tiger.

Wunstorf

Soldaten winken aus dem A400M heraus
Grüße aus dem A400M vom Lufttransportgeschwader 62! (Quelle: Bundeswehr/Kevin Schrief)

Nicht weniger spektakulär war das Programm auf dem Fliegerhorst in Wunstorf. Es lockte mit mehr als 40.000 Besuchern die meisten Gäste in diesem Jahr. Sie konnten neben acht A400M-Maschinen auch C-130 Hercules-Flugzeuge aus den USA, den Niederlanden und aus Frankreich besichtigen. Ein Highlight war auch der Blick in das Aufklärungsflugzeug AWACS. Dynamischer waren die Flugprogramme mit Tornado, Transall und A400M. Spätestens bei der Leistungsschau des Eurofighters waren sich die Besucher einig: Der Besuch hat sich gelohnt.

Bonn

Übersichtsaufnahme vom Platz
Reges Interesse an der Bundeswehr auf dem Bonner Markt. (Quelle: Bundeswehr/Alyssa Bier)

Das empfanden auch die 18.500 Besucher des Standorts Bonn. Auf dem Platz vor dem historischen Rathaus in der Innenstadt erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm: Die Vorführungen der Diensthunde, der Spezialpioniere mit ihrer Trinkwasseraufbereitung, die Vorstellung neuester technologischer Entwicklungen und viele Spitzensportler sorgten für Spannung und Spaß.

Baumholder

Fahrzeuge und Großgerät der Bundeswehr lockten die Besucher. (Quelle: Bundeswehr/Jarosch)

Beides hatten auch die 8.000 Besucher des Truppenübungsplatzes Baumholder. Auch hier hatte es besonders viele Familien hergezogen und sie wurden belohnt mit dynamischen Vorführungen der Artillerie und der Fallschirmjäger, mit kulinarischen Highlights der Kochnationalmannschaft und einer Busrundfahrt über den gut 11.000 Hektar großen Truppenübungsplatz.

Mannheim

Soldat erklärt den Besuchern die Reuse
Leben im Felde: Fischfang mit einer Reuse Marke Eigenbau. (Quelle: Bundeswehr/Ricarda Schönbrodt)

Abwechslungsreich wurde es auf dem Mannheimer Bildungscampus. Die 10.000 Gäste bekamen einen Einblick sowohl in wissenschaftliche Vorlesungen und Experimente, als auch in den Alltag von Diensthunden und Fallschirmjägern. Der Höhepunkt war der Live Escape Room – ein Bunkerlabyrinth, aus dem die Besucher nur mit der Lösung von Rätsel rund um Sicherheitspolitik und Bundeswehr wieder herausfanden.

Murnau

Musikkorps beim Musizieren
Die Kameraden aus Garmisch-Partenkirchen begeistern Groß und Klein. (Quelle: Bundeswehr/Monden)

Den Weg herausfinden mussten auch einige der über 12.000 Besucher in Murnau, denn im „Eulenbunker“ war es stockdunkel und nur die Nachtsichtgeräte halfen auf dem Weg nach draußen. Dort gab es dann aber wieder mehr zu sehen: Fallschirmsprünge, Diensthunde, der Überflug des A400M und die Vorführung zum militärischen Nahkampf. Wer Glück hatte, bekam sein Eis vom Inspekteur des Kommandos Cyber- und Informationsraum Generalleutnant Leinhos persönlich überreicht.

Feldkirchen

Panzer zermalmt ein Auto mit der Kette
Gewichtig: Ein Pionierpanzer Dachs zermalmt bei einer Vorführung ein Auto mit der Kette. (Quelle: Bundeswehr/Markus Dittrich)

Kulinarisch bestens versorgt waren auch die über 9.000 Besucher des Sanitätslehrregiments in Feldkirchen. Den Wissenshunger stillten die dynamischen Vorführungen der Panzer. Hägglunds fahren oder einen Kran bedienen? War alles möglich und begeisterte die Gäste. Noch besser war da nur die Vorführung, mit der die Zusammenarbeit von Heer und Sanitätsdienst präsentiert wurde.

Ingolstadt

Amphibie M3 auf dem Wasser
Amphibie M3 dient als Fähre am Tag der Bundeswehr in Ingolstadt. (Quelle: Bundeswehr/Volker Schöppel)

Am Ausbildungszentrum der Pioniere in Ingolstadt ging es ebenfalls hoch her. Auf dem weitläufigen Gelände hatten die Gastgeber eine Ringlinie mit Bussen eingerichtet, um die fast 15.000 Besucher zu den Stationen zu bringen. Dort gab es viel zu sehen und zu erleben: die Gäste konnten Baumaschinen oder den Aufklärungsroboter „tEODor“ bedienen, im Marder, Boxer oder Eagle IV mitfahren, eine Gondelfahrt am Kran auf 25 Meter Höhe, einen Eurofighter fliegen – wenn auch nur im Cockpit-Simulator. Langweilig wurde es auch den Kleinsten nicht: Am Kletterturm klettern oder an Mitmachstationen Punkte sammeln für die „Pirallye“ und mit einer Urkunde und einer Erkennungsmarke mit Geburtsdatum belohnt werden. Unter den Highlights waren auch die Fahrten auf der Donau mit Schnellbooten, Amphibien M3 und einer selbst gebauten Behelfsfähre.

Erfurt

Soldaten bei Vorführung
Vorführung der waffenlosen Selbstverteidigung durch die 4./FjgRgt 3 aus Erfurt. (Quelle: Bundeswehr/Michael In der Au)

Auf dem Erfurter Domplatz blieben alle 10.500 Besucher trocken. Dafür gab es eine kleine Zeitreise bei der „Reise ins Mittelalter“ mit ritterlichen Schaukämpfen in historischer Ausrüstung. Sehr viel moderner ging es bei den statischen und dynamischen Waffenschauen zu. Neben Großgerät bestaunten die Gäste unter anderem die Vorführung zur waffenlosen Selbstverteidigung der Feldjäger.

Dresden

Besucher auf einer Wiese betrachten eine Vorführung des KSK
Besucher während der dynamischen Vorführung des KSK. (Quelle: Bundeswehr/Andrea Ulke)

Ganz waffenlos ging es in Dresden nicht zu. Am Militärhistorischen Museum und in der Graf-Stauffenberg-Kaserne bekamen die 11.500 Besucher ein vielseitiges Programm voller Höhepunkte geboten. Die Vorführung der Rettungskräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz und der Johanniter gemeinsam mit der Bundeswehr zeigte den Gästen, wie eng die Zusammenarbeit im Katastrophenfall ist. Sehr militärisch wurde es wieder am Museum: Das Kommando Spezialkräfte seilte sich aus zwei Hubschraubern ab, ließ sich an der Außenfassade herab und stieg durch ein Fenster des Museums ein, um eine Geisel zu befreien. Nicht nur die Kommandosoldaten waren gern gesehen. „Uns haben besonders die Scharfschützen der Panzergrenadierbrigade 37 gefallen“, scherzten zwei Besucherinnen augenzwinkernd.

Holzdorf

Zwei Transporthubschrauber CH-53 beim Vorüben
Eine CH-53 wurde durch feindliche Kräfte beschossen. Die Insassen werden schnellstmöglich durch eine weitere CH-53 aus der Gefahrenzone evakuiert. (Quelle: Bundeswehr/Jane Schmidt)

Am Fliegerhorst in Holzdorf ging es wieder in die Luft. Rund 33.000 Besucher bestaunten die Flugvorführungen von Eurofighter, Tornado, CH-53 und H145M. Das Fähigkeitsspektrum hautnah zu erleben, ist eine seltene Gelegenheit. Auch das Heer nutzte diese Chance: Die statische und die dynamische Waffenschau begeisterten die Besucher gleichermaßen.

Warnemünde

Besucher beim Tag der Bundeswehr
Tag der Bundeswehr in Rostock/Warnemünde (Quelle: Bundeswehr/Jonas Weber)

Die knapp 4.000 Besucher am Marinestützpunkt in Warnemünde blieben ihrem Element treu. Beim Open Ship erkundeten die Gäste die Korvette „Oldenburg“ und den Tender „Main“. Auch vom Wasser aus erkundeten sie den Stützpunkt. Ein Höhepunkt des Tages war das Fußballspiel zwischen der Bundeswehrnationalmannschaft und der Nationalmannschaft der britischen Streitkräfte. Das Spiel am im Ostseestadion in Rostock ging zwar 0:2 verloren, dafür gewann in Rostock jemand anderes: Beim Rennen Radfahrer gegen Speedboot konnte sich der Radfahrer durchsetzen.

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